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Müllfahrzeuge sollen nicht mehr rückwärtsfahren

Deutschlandweit werden Jahr für Jahr Menschen durch rückwärtsfahrende Müllfahrzeuge getötet oder schwer verletzt. Um die Gefahr zu minimieren und Bürger sowie unsere Mitarbeiter in einer immer enger werdenden Großstadt zu schützen, haben wir einige Touren der Haus- und Sperrmüllentsorgung in Frankfurt angepasst. Dies ist ein Prozess, der fortlaufend optimiert und angepasst wird.

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Stand 19.08.2019


Wir setzen damit zugleich auch eine neue Richtlinie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) um, wonach Rückwärtsfahrstrecken möglichst vermieden werden sollen. Begonnen haben wir in Straßen und Straßenabschnitten im Frankfurter Norden und Westen. Jetzt prüfen wir im Süden und zum Schluss im Osten. Derzeit sind 237 Straßen bzw. Straßenabschnitte betroffen.

Für den Frankfurter Bürger ändert sich bei der Hausmüllsammlung fast nichts. Der von der Stadt Frankfurt beauftragte Vollservice, wonach wir die Tonne abholen, leeren und zurückstellen, bleibt erhalten. Alle Tonnen, die bisher nach diesem Prinzip geholt wurden, werden das auch in Zukunft. Wir organisieren das Bereitstellen der Tonnen mit eigenen Kräften.

Einzige spürbare Auswirkung: Am Leerungstag steht die Mülltonne für einige Stunden nicht an ihrem üblichen Standplatz, sondern an dem von uns für geeignet erachteten und für das Sammelfahrzeug per Vorwärtsfahrt zu erreichenden Platz. Morgens wird bereitgestellt, mittags geleert, nachmittags zurückgestellt. Genaue Uhrzeitangaben sind nicht möglich.

Ungeklärt ist aktuell noch das künftige Prozedere bei der Bereitstellung/Abholung von Sperrmüll. Hierzu laufen aktuell noch Gespräche zwischen uns und dem Umweltamt.

Seit Veröffentlichung der neuen und gesetzlich bindenden Richtlinien zum Jahreswechsel 2016/17 erfassen wir sämtliche Strecken in Frankfurt, in denen rückwärts gefahren werden muss. Fachkräfte prüfen jeden Fall und erarbeiten Vorschläge, wie Rückwärtsfahren dort künftig vermieden werden kann. Sie beinhalten Maßnahmen verkehrlicher (z.B. neue Beschilderung, neue Verkehrsführung, Halteverbote), baulicher (z.B. Poller) oder technischer Natur (wendigere Fahrzeuge). Nur in Einzelfällen werden wir eine Straße gar nicht mehr anfahren können.

Das Umweltamt der Stadt Frankfurt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger und Auftraggeber für die kommunale Entsorgung in Frankfurt unterstützt uns darin, den gesetzlich vorgeschriebenen Schutz von Bürgern und Mitarbeitern zu verwirklichen. Wir und Umweltamt haben daher einen Kreis relevanter Verwaltungseinheiten zusammengerufen, um die erarbeiteten Vorschläge in behördliches Handeln zu übersetzen.

Die nun gestartete Bereitstellung durch eigene Kräfte stellt für die Mehrheit der Straßen eine Übergangslösung dar. Die Kosten dafür trägt die Stadt Frankfurt, für den Bürger entstehen keine zusätzlichen Kosten. Wir hoffen, dass sich der Anteil der auf diese Weise zu entsorgenden Straßen langfristig deutlich reduzieren lässt. Wir planen außerdem die Anschaffung von geeignetem maschinellem Equipment, um eine Bereitstellung so kostengünstig wie möglich zu organisieren.

Rechtliche Grundlage!


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