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Rauchgasreinigung mittels wässriger Harnstofflösung

Die im Rhein-Main-Gebiet anfallenden Abfallmengen werden im Müllheizkraftwerk Frankfurt verbrannt und damit klimaneutrale Fernwärme und Strom erzeugt. Durch eine komplexe Rauchgasreinigung werden die dabei entstehenden Rauchgase gereinigt, so dass die strengen Grenzwerte für Abfallverbrennungsanlagen deutlich unterschritten werden.

Als Bestandsanlage muss das Müllheizkraftwerk in Heddernheim seit dem 01.01.2019 um 25 % reduzierte NOx-Grenzwerte einhalten.

Hierzu wurden in den letzten Jahren umfangreiche Versuche durchgeführt, um Maßnahmen zu entwickeln, die vorhandene nichtkatalytische Entstickung (SNCR) zu ertüchtigen. Dabei wird wässrige Harnstofflösung eingedüst. Das aus dem Harnstoff entstehende Ammoniak reagiert im Feuerraum mit dem NOx zu Stickstoff und Wasser. Im letztem Jahr wurden alle vier Verbrennungslinien daher mit zusätzlichen Lanzen zur Eindüsung der Harnstofflösung an der Kesselrückwand versehen. Ebenso wurden alle Armaturen und die Regelung der Eindüsung erneuert. Durch intelligente Ansteuerung einzelner Lanzen in Abhängigkeit der Temperatur und Konzentration der Schadgase ist es möglich, die Emissionen an Stickoxiden deutlich zu senken und die neuen verschärften Grenzwerte sicher einzuhalten.