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Prinzenpaar trägt Glanz und Glamour zu Frankfurts Sauberkeitspaten

Königliche Hoheiten, eigens für den Anlass designte Kleider und eine Modenschau der Schule für Mode. Grafik. Design in Offenbach.

Soviel Glamour war nie bei der jährlichen Ehrung der Frankfurter Sauberkeitspaten, also derjenigen Bürger, die sich ehrenamtlich für die Sauberkeit in ihrer Straße, auf ihrem Spazierweg, auf ihrem Schulgelände, im öffentlichen Raum engagieren und damit Vorbild sind für andere.

 

Pascal I. und Selina I., Prinzenpaar der frisch gestarteten Fastnachtskampagne, hatten die Gäste zunächst noch in klassischem Ornat begrüßt. Bei der anschließenden Modenschau verzückte Ihre Lieblichkeit die Gäste mit einem roten, aus Altkleidern geschneiderten Ballkleid. Darüber lag ein Cape aus transparenter Knallfolie mit Goldborte. Den besonderen Akzent aber setzten mit Goldlack besprühte Fahrradreifen und Schläuche, die um ihre Hüfte einen eleganten Reif(en)rock bildeten.

 

Er unterstrich ihren Auftritt höchst ritterlich: Eine Samtjacke mit Ärmeln aus Altkleider-Brokat, auf der Brust den obligatorischen Stadtadler der Kampagne, auch er recycelt aus einem früheren Prinzgewand. Die modische Verbindung zur Prinzessin aber sind die goldenen Reifen, die bei ihm vertikal angeordnet sind und ausgehend von der Schulter kreisförmig über den Oberkörper fallen.

 

Die Beobachter waren sich einig: Ein wahrhaft königlicher Auftritt. FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler bekräftigte in seiner Ansprache das Vorhaben, die aktuelle Kampagne mit einem Stempel der Nachhaltigkeit zu prägen. „Aufklärung über Mülltrennung und den nach-haltigen Umgang mit Ressourcen gehört zu den von der Stadt Frankfurt an uns delegierten Aufgaben. Unser Prinzenpaar leistet in diesem Sinne auf den Bühnen der Frankfurter Fastnacht und heute auch hier wertvolle Aufklärung.“

 

Nach wie vor, so Scheffler, landeten in Frankfurts Restmülltonnen pro Einwohner 7 Kilogramm Altkleidern. In den vorgesehen Verwertungskreislauf, also karitative Container oder kommunale Sammelstellen auf den FES-Wertstoffhöfen, landeten dagegen gerade mal 2,7 Kilogramm. „Hier liegt ein großes Potenzial, das wir heben wollen.“ Weiteres Ziel der Kampagne, so Scheffler, sei es, die besondere Beziehung zwischen FES und Frankfurt. „Wir sind täglich auf vielfache Weise mit der Stadt und ihren Bürgern in Kontakt. Jetzt wollen diese Bürgernähe auch mal auf ein anderes Parkett heben.“

Gemeinsam mit dem Stadtverordneten Robert Lange nahm Scheffler im Anschluss die Ehrung der Paten vor. Insgesamt 164 Bürger engagierten sich in dem Ehrenamtsprogramm der FES. Robert Lange betonte in seiner Ansprache ebenfalls die enge Verbindung zwischen FES und der Stadt Frankfurt mit ihren Bürgern, die sich gerade in solchen Programmen manifestiere. Nicht nur, dass die Sauberkeitspaten inzwischen auch in Hanau ins Leben gerufen wurden. Auch die Unterstützung für gemeinschaftliche Aufräumaktionen in den Stadtteilen nehme immer weiter zu.

Robert Lange sagte: „70 Mal trafen sich in diesem Jahr Bürger zu besonderen Aufräumaktionen, um ein Signal zu senden und in ihrem Stadtteil gemeinsam sauber zu machen. Das ist so oft wie nie. Wenn das ehrenamtliche Engagement mehr und mehr Nachahmer findet, dann kann und darf uns das Mut machen. Verantwortung für eine saubere Umwelt ist global. Da aber die Mittel jedes einzelnen begrenzt sind, sind wir gut beraten, vor der eigenen Haustür anzufangen. Denn wer mit seiner Umgebung im Reinen ist, ist sehr wahrscheinlich auch mit sich selbst im Reinen.“