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Mit maximaler Rücksicht durch den Großstadtverkehr

Frank liebt seinen Beruf. Das hat er gemerkt, als er für eine Zeit im Büro arbeiten sollte. „Ich musste einfach raus.“ Es ist 5:15 Uhr und Frank fährt mit seiner Großkehrmaschine als erster vom Hof. Es gilt, die Rush Hour zu vermeiden. Um besser arbeiten zu können. Vor allem aber, um nicht zur Last zu fallen.

Wenn er mit 4000 Litern Wasser, Besen und Sauger die Rinnsteine auf den großen Straßen und Plätzen der Innenstadt und im Frankfurter Süden reinigt, fährt er nicht schnell, mal zehn, mal fünfzehn km/h. Der ein oder andere hinter ihm verliert da schon mal die Nerven. „Wenn du 40 bis 50 Autos hinter dir hast, bist du schnell der Buhmann“, erzählt er.

Während die Arbeitsgruppe immer im Team arbeitet, ist Frank alleine unterwegs. Er mag es, für sich zu sein. Oft kann er den Kollegen auch Arbeit abnehmen. An der alten Rennbahn in Niederrad zum Beispiel fällt dieses Jahr früher als sonst ziemlich viel Laub auf die Straße. Mit der Großkehrmaschine schafft Frank vieles davon weg, bevor das Team kommt.

Frank nutzt die Ecken und Nischen, macht Platz zum Überholen, wo es geht. Manchmal geht es nicht. Der 53-Jährige zuckt mit den Achseln, nimmt das Hupkonzert gelassen. „Alle wollen eine saubere Stadt. Nur wenige sind bereit, den Stau zu akzeptieren.“

Rücksichtnehmen gehört für Frank im Großstadtverkehr einfach dazu. Erst letztes Jahr hat FES als erster Straßenreinigungsbetrieb in Deutschland Großkehrmaschinen angeschafft, die nur noch halb so laut sind. Wer früh morgens nun besser schlafen kann, dankt es Frank und seinen Kollegen. Und wenn die Stadt zum Leben erwacht, haben sie wie Mainzelmännchen viel leiser als in der Vergangenheit alles sauber gemacht.