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Er kommt, wenn Dreck schnell weg muss

Seine Handynummer ist vermutlich die geheimste und bestgeschützte der gesamten FES: Alfons, 57 Jahre alt, Beruf: Instant-Problemlöser. Wenn man ihn ruft, kommt er mit seinem kleinen Kranlaster meistens sofort. „Zu 99,9 Prozent sind wir innerhalb eines Tages da“, sagt er. Und der Müll ist danach weg. Garantiert!

Alfons arbeitet für die mobile Schnellreinigung in der Stadtreinigung. Dass nicht jeder ihn einfach anrufen kann, hat seinen Sinn. Denn er und seine Truppe sind vor allem gefragt, wenn Gefahr droht. Zum Beispiel bei umweltschädlichen Stoffen oder wenn der fließende Verkehr durch wilden Sperrmüll behindert wird.

„Meldungen von Polizei, Ordnungs- oder Umweltamt haben bei uns erste Priorität“, sagt Alfons. „Da fahren wir gleich.“ Dazwischen orientieren sie sich an einem Tourenplan, der auf Erfahrungswerten beruht. Schätzungsweise 40 Hotspots für wilde Müllablagerungen gibt es in der Stadt. Alfons kennt sie alle. „Viele fahren wir gezielt an, weil wir schon wissen, dass dort etwas liegt.“

Alfons ist beliebt und stets willkommen. Mit Kran und Greifer, manchmal auch Schaufel und Besen nimmt er den Unrat auf. „Die Leute sagen immer: Gott sei Dank ist das endlich weg“, erzählt er. Das tut natürlich gut. Als Beobachter aber fühlt er sich oft auch oft hin- und hergerissen. „Ich glaube, es gibt Orte, da hat sich der Bürger schon daran gewöhnt, dass wir kommen.“

Aber alle Probleme kann auch er nicht lösen. „Mir ist wichtig, wenn ich abends sagen kann, dass ich die Stadt ein bisschen sauberer gemacht habe.“