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FES spendet Notebooks für jugendliche Flüchtlinge

Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH unterstützt unbegleitete minderjährige Ausländer (UMAs) bei ihrer Ausbildung in Deutschland. Insgesamt zehn Firmen-Notebooks und zwei Tintenstrahldrucker übergaben IT-Chef Jochen Schmitz und Sabine Scholz, Leiterin der Stabsstelle Recht/Versicherungen, am Mittwoch beim Deutschen Kinderschutzbund.

Brita Einecke, Projektleiterin Vormundschaften, und Pressereferentin Nicola Ernst (beide Kinderschutzbund) freuten sich sehr über die Spende. „Das können wir für unsere Jugendlichen sehr gut gebrauchen. Viele vermissen ihre Familie und ihre Heimat. Da sind Laptops, mit denen man über Videotelefonie immer den Kontakt halten kann, ein tolles Geschenk“, sagte Einecke.

Sämtliche Notebook wurden von der FES-IT-Abteilung nach vierjährigem Firmengebrauch mit Linux-Betriebssystem neuaufgesetzt und sind zu 100 Prozent internetfähig. Dazu kommen Programme zur Text-, Tabellen- und Grafikbearbeitung, mit denen die Jugendlichen auch ihre Schulaufgaben in Angriff nehmen oder überhaupt erste IT-Anwenderkenntnisse aufbauen können.

Der Kinderschutzbund betreut in Frankfurt 95 ehrenamtliche Vormundschaften. Viele der Vormünder betreuen minderjährige Flüchtlinge. Manche von ihnen traumatische Kriegs- und Fluchterfahrungen gemacht. Die ehrenamtliche Vormundschaft ist nach Auskunft von Einecke ein echtes Erfolgsmodell. „Gerade Minderjährige mit Fluchterfahrung brauchen in der fremden Umgebung Menschen, zu denen sie Vertrauen aufbauen können. Vormünder werden so für viele sofort zur entscheidenden Bezugsperson.“

Sabine Scholz von FES, die die Spende initiiert hatte, kann das bestätigen. Sie ist selbst Vormund eines 17-jährigen Jungen aus Afghanistan, hilft ihm bei Fragen über Schule, bei Behördenangelegenheiten oder auch einfach Dingen des täglichen Lebens. Einmal pro Woche trifft sie sich dazu mit ihm und nimmt aktiv Anteil an seiner Persönlichkeitsentwicklung. „In krisenbehafteten Zeiten wie heute war es für mich wichtig, nicht einfach nur zuzusehen, sondern auch aktiv zu werden und zu helfen.“

Der Kinderschutzbund sucht weiterhin ehrenamtliche Vormünder. Weitere Informationen dazu gibt es hier und hier.