Navigation

FES beginnt mit Winterdienstsaison

Am 1. November hat für die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH offiziell die Winterdienstsaison begonnen. Die sechs Streumitteldepots sind mit insgesamt 8000 Tonnen Salz, 2500 Hektoliter Salzlauge und 1000 Tonnen Lava-Granulat (Streu) gut gefüllt. Weitere Mengen können kurzfristig bei Bedarf abgerufen werden.

Um auf sich ändernde Wetterlagen jederzeit reagieren zu können, ist die Einsatzzentrale ab sofort bis Ende März rund um die Uhr besetzt. Ein Kernteam arbeitet an sieben Tagen pro Woche immer im Zweier-Schicht-Dienst von 4 bis 22 Uhr. In den sechs Stunden dazwischen wird ein Notdienst eingesetzt.

Je nach Wetterlage können die Einsatzleiter für den Winterdienst bis zu 320 Mitarbeiter der FES-Stadtreinigung rekrutieren. Insgesamt 175 Fahrzeuge stehen im Fuhrpark dafür bereit, davon sind 42 Großstreufahrzeuge.

Ihre Entscheidung, wann und in welchem Umfang gestreut wird, treffen die Einsatzleiter mit Hilfe zweier meteorologischer Fachfirmen, die punktgenaue Voraussagen liefern. FES nutzt auch die Daten der fünf von Hessen Mobil betriebenen Glättemeldestationen rund um Frankfurt. Schließlich steht die Einsatzleitung permanent in Kontakt zur Polizei und zur Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF).

Sogenannte Sicherheitskontrollen werden ab einer Lufttemperatur von 2 Grad Celsius gefahren. Dabei werden die Hauptverkehrsstraßen (A-Strecken) der Stadt überprüft. Besonders glättegefährdete Stellen wie Brücken, Uferstraßen oder Bahnübergänge werden vorausschauend abgestreut.

Im Fall eines starken Wintereinbruchs werden die Straßen nach A-, B- oder C-Priorität abgearbeitet. Höchste Priorität (Stufe A) haben die Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, sowie Straßen mit oberirdischem ÖPNV und Gefällstrecken. In der Kategorie B werden Zubringerstraßen und Erschließungsstraßen abgearbeitet. Insgesamt umfassen A- und B-Strecken ein Straßennetz von 520 Kilometer pro Fahrtrichtung. Die Kategorie C bedient gefährdete Wohnstraßen. A- und B-Strecken werden mit Feuchtsalz bearbeitet, C-Strecken je nach Wetterereignis mit Feuchtsalz oder Split.

Für Marco Feucht, Leiter des FES-Winterdienstes, liegt die besondere Herausforderung im Frankfurter Winter darin, den Zeitpunkt zu erkennen, wann und wo die Nässe zu überfrieren beginnt. „Die Prognose ist oft schwierig, weil nur eine kleine Änderung der Windrichtung darüber entscheidet, ob der Niederschlag über den Taunus zu uns kommt oder nicht. Und manchmal liegen gefrorene und nicht gefrorene Stellen nur 100 Meter auseinander.“

Die Tatsache, dass Frankfurt eher selten mit echtem Schnee zu kämpfen hat, ist für Feucht keinesfalls ein Grund, den Winter auf die leichte Schulter zu nehmen. „Bei Schnee fährt jeder langsam. Wenn die Straße aber offenkundig frei ist, vergessen viele gerade auch im Stadtgebiet, die Geschwindigkeit anzupassen.“

Die Winterdienstsaison endet am 31. März.

Machen Sie jetzt mit bei dem FES Adventskalender