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Kaffeekapseln

Feinste Sorten, intensive Aromen, perfekte Crema: Kaffee aus der Kapsel findet in Deutschland immer mehr überzeugte Liebhaber. Dabei kostet der Kaffeegenuss aus der Kapsel bis zu sechs Mal so viel wie aus der klassischen Verpackung. 

Noch ein anderer Preis ist immens hoch: der für die Umwelt. Allein in Deutschland verursachen die gebrauchten rund 2 Milliarden Kapseln jährlich etwa 4.000 Tonnen Abfall. Die Portionskapseln sind aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, enthalten jedoch immer einen mehr oder weniger großen Anteil Aluminium. Und die Produktion dieses Werkstoffs verlangt ein enormes Maß an Energie. 

Ein Beispiel: Um aus dem Ausgangsstoff Bauxit 1 Kilogramm Aluminium zu gewinnen, werden etwa 14 Kilowattstunden Strom verbraucht. Die Stromerzeugung wiederum setzt große Mengen an Kohlendioxid frei: In unserem konkretem Fall mehr als 8 Kilogramm CO2. 

Die Ökobilanz für Kaffeekapseln sieht also nicht gut aus. Genießer, die nicht auf Kapselkaffee verzichten möchten, sollten die Kapseln nach Gebrauch samt Inhalt in die gelbe Tonne und nicht zum Restmüll geben. So kann zumindest der Aluminiumanteil als Sekundärrohstoff wiedergewonnen werden.